Volkmann CC (CarpetTwister)

Doppeldraht-Zwirnmaschine

Warum werden Teppichgarne auf Volkmann Zwirnmaschinen verzwirnt ?
Dafür gibt es im wesentlichen zwei Gründe:

  1. Um kostengünstig einen stabilen, offenen Polfaden zu erzeugen.
    Dies gilt für die Verwendung von BCF-Filamentgarnen als Einfachgarne zur Herstellung besonders dichter Teppiche im Tuftingverfahren. Dieses Verfahren wird im allgemeinen Up-Twisten genannt.
    oder
  2. Zur Herstellung eines besonders haltbaren Fadens für Webteppiche. Dabei werden bevorzugt Stapelfasern, Woll- oder Polyacrylgarne sowie Polyamid, Polypropylen und diverse Mischungen für die Herstellung von Teppichen verwendet. Es handelt sich hierbei um das klassische Doppeldraht-Zwirnverfahren.

Hierbei steht die besondere Qualität, wie auch die hohe Produktivität des Zwirnverfahrens im Vordergrund.
Dieses Zwirnverfahren zeichnet sich dadurch aus, daß bei jeder mechanischen Spindelumdrehung zwei Drehungen in das Garn eingebracht werden. Dies ermöglicht ein besonders effektives Up-Twisten von Einfachgarnen.

Die Garne erhalten die für den gleichmäßigen Pol wichtigen Drehungen auf ökonomische Weise. Dichte, gleichmäßige, voluminöse Teppiche überzeugen den Kunden mit ihrer Optik und Gebrauchsqualität.

Volkmann CC Zwirnmaschinen mit Einzelspindle-Bandantrieb

Fadenverlauf beim Doppeldraht-Verfahren

Es gibt zwei verschiedene Vorlagearten:

Die Fachvorlage
Die Vorlagefäden sind auf einer Vorlagespule gefacht.

Die Fäden werden von der Garnvorlage durch einen Zwirnflügel abgezogen. Der Zwirnflügel hält die Ablauffäden von der Spulenkante frei und gewährleistet einen gleichmäßigen Ablauf.

Die Einfachvorlage
Auf zwei Spulen, die übereinanderstehen, ist jeweils ein Vorlagefaden aufgespult.

Die ungezwirnte Garnvorlage wird im stillstehenden Spulentopf aufgenommen. Das Garn wird von der Vorlagespule zum Scheitelpunkt der Spindel geführt und durchläuft anschließend die Hohlachse der Spindel mit der Fadenbremse. Im unteren Bereich der Spindel verläßt das Garn die Hohlachse und tritt in den Spindelrotor ein.
Das Garn umschlingt anschließend die Speicherscheibe und rotiert als Fadenballon um den stillstehenden Spulentopf. Der Fadenballon wird in der Höhe durch den Ballonfadenführer begrenzt und je nach der Maschinenausführung im Ballondurchmesser durch einen Ballonbegrenzer. Über die Umlenkrollen der Fadenlauf-Überwachung wird der Zwirn der Voreilrolle zugeführt. Abschließend verlegt der Changierfadenführer den Zwirn auf die von der Spulenantriebswalze angetriebene Zwirnkreuzspule.